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Sein „Tschaka!“ fehlt uns. Wenn
unser Vereinsmitglied und Freund
Joachim Rübensam ein besonders
spektakulärer Ball an der
Tischtennisplatte gelang, dann
tönte dieser Jubelruf laut durch
unsere Sporthalle. „Rübe ist
heute wieder gut drauf“,
schmunzelten wir dann.
Das war er immer - gut drauf.
Noch bis vor wenigen Tagen hat
uns seine unbekümmerte Frische,
seine pointierte
Unterhaltsamkeit, aber auch
seine intelligente
Tiefgründigkeit begleitet und
beeindruckt. Seit 1985 spielte
Achim - so nannten diejenigen
von uns ihn, die den Spitznamen
Rübe, den er selbst sehr mochte,
für zu respektlos hielten - im
Verein des SC Eintracht Berlin
Tischtennis. Gerade war er in
der ersten Kreisliga-Saison
unserer neu gebildeten dritten
Mannschaft, in der er unbedingt
dabei sein wollte, weil er stets
die Herausforderung suchte, zum
spielstärksten Punktelieferer
geworden. Als die Mannschaft
jetzt zum ersten Spiel ohne ihn
antrat, das war es für alle noch
immer nicht zu fassen: Achim ist
nicht etwa deshalb nicht dabei,
weil er gerade mal wieder
umtriebig in
Firmenangelegenheiten in der
Welt unterwegs oder mit seiner
geliebten Patchworkfamilie zu
einem weit entfernten exotischen
Ort aufgebrochen ist. Rübe ist
nicht mit dabei, weil er nicht
mehr am Leben ist. Man will es
einfach gar nicht glauben, dass
dieser vielseitige, lebendige,
ruhelose Mann, der es in seinem
intensiven Leben sportlich zu
Meistertitel aller Kategorien im
Tennis, im Schach, im Volleyball
gebracht hat, der beim
Wassersport genauso eine gute
Figur machte wie am Billardtisch
oder auf dem Fußballfeld, bei
einem tragischen Unglück schon
seinen letzten Weg gegangen ist.
Aber wenn wir uns jetzt in der
Sporthalle treffen, wenn wir in
unserem, in seinem Lokal bei
einem Glas Wein oder Bier
zusammensitzen, dann wird
Joachim so lebendig, wie wir ihn
kannten, unter uns sein. Und wir
werden nicht nur vom Sport,
sondern auch von solch
ehrenhaften Tugenden des
Menschen wie Zielstrebigkeit,
Durchsetzungsvermögen,
Großzügigkeit und sozialem
Engagement sprechen. Einige von
uns kannten schließlich auch den
promovierten Bauingenieur als
einen geschätzten Gutachter im
Straßenbau, der mit seiner
eigenen Firma auch beruflich
selbstbewusst seine eigenen Wege
ging. Darüber hinaus hat Joachim
Rübensam nicht nur unseren
Verein hin und wieder
gesponsert, sondern auch einem
Patenkind in den Philippinen,
über dessen Alltag er sich
selbst vor Ort ein Bild machte,
das Leben etwas erleichtert.
Gerade wollt er einen Verein,
der sich für Projekte in der
Dritten Welt einsetzt, mit auf
den Weg bringen.
In den letzten Wochen hatten
sich einige Vereinsmitglieder
mit Akribie auf den 50.
Geburtstag von Achim
vorbereitet. Sie hatten viele
schöne Momente zusammengetragen,
um die gemeinsame Zeit Revue
passieren zu lassen. Jetzt gibt
es statt einer Feier einen
schmerzenden Abschied. Aber das
Bild, das wir Vereinsmitglieder
wie ein Puzzle von unserem
Sportfreund Joachim Rübensam
zusammengesetzt haben, das
bleibt und das werden wir
bewahren!
Die Mitglieder der Abteilung
Tischtennis des SC Eintracht
Berlin
Verfasser: Torsten Müller |
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